fuchsteufelswilde Lesung

Nacht der wilden Kerle – (und der sanften Stimmen)

Ein großes DANKESCHÖN all den vielen Zuhörern, die am Freitag im Rahmen des Münchner Krimifestivals auf der Hugendubel Lesebühne mit dabei waren.
Die „fuchsteufelswilde“ Lesung hat mir großen Spaß gemacht. Merci beaucoup dem Veranstalter.  Krause_Fuchsteufelswild

Es ist immer ein prickelnder Moment, aus dem Fuchsbau heraus an die Sonne zu kommen. Das wärmt. Beim Schreiben bist du ja meistens tief vergraben.
Etwas schade fand ich, dass wenig Zeit und Raum geblieben ist,  ein bisserl mehr ins Gespräch zu kommen und sich zu unterhalten. Andererseits sind Geheimnisse ja schick und erhalten die Spannung – wie im richtigen Leben halt 😉

Vielleicht ist das wie Speeddating – ich freu mich aufs nächste Rendezvous.

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Schräger Vogel

Schräger Vogel: (sympathischer als der krumme Hund)

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Die Wildsau

Die Wildsau

Manchmal kommt eine verhaute Wildsau daher und will dir mit der fetten Schwarte die Rinde aufscheuern.
Da packt dich eine Sauwut und du plärrst: „Verschwind gefälligst, du Drecksau, du elende!“
Aber dann fällt dir ein, dass so ein Borstenviech nicht anders kann, weil du halt ein gestandener Baum bist und nicht als dürres Straucherl daherkommst

(Heut hat wieder niemand den Sprachmüll runtergetragen. Soll der in die Biotonne?)   😉

Baum

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Esel mit Geschmack

Manchmal sind die Rollenerwartungen arg festgelegt:

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Wenn ich gar keine Idee hab, wie ich auskomm aus der Falle,  wende ich mich halt vertrauensvoll an die Klassiker

🙂

„Ein starkes Bier, ein beizender Tobak und eine Magd in Putz, das ist mein Geschmack.“

(Johann Wolfgang von Goethe)

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Buchtipp

Ein guter Buchtipp 😉

Bizz!

Alternativ lese ich gerade „Ach knallige Welt, du Lunapark“ vom George Grosz.

Gegen dessen herzhafte, derbe Couplets schleicht das ein oder andere, aktuell der fleischlichen Begierde gewidmete Machwerk eh bloß im mausgrauen Fell  daher   🙂 – und es steckt jede Menge wahres Leben zwischen den Seiten.

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und selbstredend genial: Ecce Homo

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Umsonst

Zur Abwechslung schaut der „Ernst“ vorbei:

Mann/Frau stelle sich einen Autor vor, der kein Millonär ist und dem der fleißige Goldesel nicht jeden Morgen Münzen vor die Füsse rollen läßt – dann hat man mich vor Augen 😉 – und noch eine ganze Menge anderer Individuen – denk ich mal.

Jedes Geldstück, das ich an einem Buch verdiene, gibt mir ein bisserl Zeit um zu schreiben.

Jeder, der sich meine Bücher bei irgendeinem Hiasl umsonst runterlädt, könnte darüber vielleicht eine Sekunde nachdenken, bevor  der Klick-Finger zuckt. Über dem Wert, dem man meinem Text beimisst, mag ich gar nicht nachdenken … da bräuchtest du eine Contenance wie Meister Yoda.

Und natürlich bin ich da ein bisserl schizophren, weil  ich es gut finde, dass mich sehr viele lesen wollen, wurscht wie. Dafür ist Literatur ja da – logisch. Und deswegen kann man auch viele Geschichen von mir finden, die nix kosten – außer Lebenszeit.

Aber: Kein Geld – keine Zeit – kein Schreiben.

So einfach ist das. Alle anderen Argumente kann man in die Tonne klopfen – weil es in den Wald führt.

Jetzt könnte wer kommen und bemerken, der Krause soll nicht deppert rumheulen, das Leben ist halt kein Streichelzoo. Obwohl, na ja – wer schon einmal in einem Streichelzoo erlebt hat, wie die gierigen Ziegenböcke einem das Futter aus der Tasche reißen wollen, findet schon eine Analogie. „Ois is relativ “

Wie auch immer – letztendlich kostet meine Arbeit weniger, als eine Maß auf der Wiesn – und vielleicht berauscht es nachhaltiger 😉

Dankschön und Servus

 

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Der Fuchs geht um

Schau dich um!

„Fuchsteufelswild“ ist ab heute zu haben.

Mein großes Dankeschön gilt allen Menschen, die daran (wissentlich und unwissentlich) ihren Anteil haben, besonders dem Piper Verlag und all jenen zeilenhungrigen Gourmet-LeserInnen, die sich meine vogelwilden Geschichten gerne schmecken lassen.
„Ein ganzes Leben braucht keine halben Sachen“ 🙂

Viel Vergnügen und Genuß dabei
(Über Rückmeldungen aller Art, Gattung und Format freut sich den Autor unbändig)

„Fuchsteufelswild“ LIVE erleben: siehe Lesungen

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Für die Katz

Für die Katz

Reisen bildet, sagt der Volksmund, das heißt qua Definition: „Es formt den Menschen im Hinblick auf sein Menschsein.“
Wie ich vor kurzem  so durch die Strassen von Lissabon gestrolcht bin, war ich mir dieses Formungsprozesses nicht bewusst. Das läuft quasi nebenher, automatisch. Wieder ein kleines Stückerl Menschsein zurechtgeschliffen, lackiert und aufpoliert.
Apropos – die abgebildeten Katzen aus Kreta und Portugal haben vom Weltwissen gewiss eine größere Portion abgegriffen, als der deutsche Stubentiger. Allein schon durch die Tatsache, dass sie sich nicht jeden Tag vor einen vollen Fressnapf buckeln können und dabei vom fingerfertig – tierlieben Dosenöffner durch den Tag gekrault werden.
Der edelste Weg klug zu handeln wäre das Nachdenken, hat Konfuzius einst behauptet.
Da wär man als Couch-Potato auf der sicheren Seite. Wenn das aufs Haustier übertragbar ist, gibt es Absolution für die deutsche Katz. Sie ist halt eine schnurrende Denkernatur mit edlen Absichten.

In alter Zeit gab es Universalgelehrte. Heutzutage heißen die Besserwisser oder Gscheidhaferl, in Ermangelung von Substanz.  Schließlich hat das Wissen um die Welt sich  aufgeplustert, dass es in kein Hirnstüberl mehr passt. Da kannst du nur selektieren. Ein Bildungshäppchen hier, eins da – eins für die Katz.
Thema Bildungshäppchen. Eine Schlagzeile ist mir gestern ins Auge gesprungen:  Im Zeitungskasten hat sich ein Unterhaltungsfuzzi aufgeplustert  – in zehn Zentimeter hohen Lettern – dass es keine schönen Frauen im Lande gäb. Da muss ich Goethe entschieden wiedersprechen, der gemeint hatte, dass der Irrtum einen Menschen eigentlich liebenswürdig macht.

Obwohl – solchen Nonsens darf jeder absondern, unabhängig von eigener Pysionomie bzw. Hirnvolumen – sagt das Grundgesetz. Artikel Fünf.
Aber es macht  Angst. Nicht die depperte Beschwerde – nein, dass dieses Geschwubel vielleicht nicht mehr aus dem Hirn gehen könnte. Wenn du zum Beispiel erfahren willst  für wen welche Laufstegtrulla das Designerröckchen hebt, findest du das allüberall angeschlagen, als wären es Luthers Thesen.
Aber frag mich wie ein Teilchenbeschleuniger funktioniert? Sorry – Fehlanzeige, das hat nicht mehr in meinen Schädel gepasst.
Wär das Hirn vom guten alten Universalgenie Leibnitz  ganztag mit Larifari penetriert worden, wie die läufige Hündin vom Nachbars Lumpi –  das wär wahrscheinlich zerbröselt wie das gleichnahmige Keks in der Hosentasche.

Dabei ging es auch anders mit der Wissensvermehrung. Man braucht sich nur umschauen, was zum Beispiel meine gelehrsamen Namensvettern beigetragen haben.
Nimm das!:

Die Musen, Grazien, Horen und Nymphen, mit Betrachtung der Flussgötter in philologischer, mythisch-religiöser und kunstarchäologischer Beziehung aus den Schrift- und Bildwerken des Alterthums
von Johann Heinrich Krause 1871

Untersuchung des Wortes: Wiphaet Im Schwäbischen Landrechte: Oder ob die Weiber der Sachsen sich von den Schwaben beschlafen lassen und dadurch Ihre Erbschaft verlohren
von Johann Gottlieb Krause 1733

Die Wahrsagung aus den Bewegungen lebloser Körper: unter dem Einflusse der menschlichen Hand (Daktylomantie)
von Ernst Krause  1862

Die Transformation der hyperelliptischen Funktionen, erster Ordnung
Martin Krause 1886

Die Neuralgie des Trigeminus : nebst der Anatomie und Physiologie der Nerven
von Fedor Krause 1896

Zeitaufgelöste Teilentladungsimpuls-Klassifikation mit neuronaler Online-Identifikation und -Unterdrückung stochastisch
von Wolfgang Krause

„Mich reuet Margaretha“: Das Schlussgebet des „Ackermann“
von Stefan Krause
(der Titel hat was)


Sapperlot – vielleicht wärs doch besser, man wär eine Katz. Die lässt sich nicht beeindrucken, es sei denn du hast einen Lachs in der Tasche. Der brauchst du nicht kommen mit Wissenslücken und Pipapo.
Die muss nicht grübeln. In ihrer Welt weiß sie immer genug –  das wär schon mal ein Anfang.

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UNARTIG

Einleitung:

Das Schreiben in Mundart wäre eine Unart, oder schlimmer gar, ungenießbares Wörtergebräu, so wird das ab und an postuliert.

Um festzustellen, dass es Formen des geschriebenen Wortes gibt, die eine Unart darstellen könnten, musst du wahrscheinlich mindestens Experte der rechten, manierlichen Art sein, Buchstaben in Reih und Glied zu sortieren.

Hauptteil:

Da ist mir gleich mein alter Deutschlehrer eingefallen und ich hab mir gedacht:

Oh ja, lass mich unartig sein!  Lass mich der Versuchung widerstehen, artige Deutschaufsätze zu Papier zu bringen!“

Weil, mit Sätzen kann man soviel mehr anfangen als sie  brav zu verschriftbildlichen. Du kannst sie beuteln und streicheln, mit ihnen im Schlamm catchen, ihnen das Gewand vom Leib reißen, ihnen unter die Haut gehen, sie mit dem Schmiedehammer behauen oder mit dem Nerzhandschuh liebkosen. Bis zur Ermattung kann man mit ihnen ringen oder sie in die Luft hauchen, gleich schillernden Seifenblasen. Spitz, scharf und gefährlich oder rundlich, weich und saftig können sie dir erscheinen, dich einhüllen, umgarnen, auffangen oder sich einbrennen ins Hirn, wie einem Rindviech das Mal ins scheckige Fell.

„Man kann denken, wohin und soweit man will.“ (Ernst Jandl)   So schauts aus. 🙂

Schluß:

Und jetzt mach ich mir einen guten Roten auf, trink einen Schluck auf den Oskar Maria Graf und vielleicht  hör ich mir dazu sein „Made in Bavaria“ an. Sehr zu empfehlen – by the way.

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Leseabenteuer buchen

apropos … (miete einen Autor)

Lesungen sind immer eine spannende Sache und manchmal „fuchsteufelswild“

Anfragen am besten über:

Piper Verlag

Krimi Lesung Roland Krause

Ansonsten freu ich mich natürlich auch, wenn man mich direkt kontaktiert – Anregungen, Fragen und natürlich Lobeshymnen inclusive –

Bei der Gelegenheit: Großes DANKESCHÖN an all die bisherigen E-Mailer.

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