Auf ein hirnhaftes neues Jahr!

Welche fundamentalen Gedanken formulierst du am Jahresanfang, Krause?
Ach was – das mit den Gedanken ist relativ. Relativ einfach.
Unlängst habe ich über die Entwicklung von Minigehirnen gelesen, der heißeste Shit in der Forschung. Weltweit plantschen die in den Petrischalen. Zum Beispiel sollen sie mittels Neuronen samt elektrischen Impulsen und „frag mich nicht“ in der Lage sein, am Computer „Pong“ zu spielen. Sapperlott. Ich vermute, die Hälfte der mit Hirnen gängiger Größe ausgestatteten Homo Sapiens wird aus diversen Gründen nie in der Lage sein, Pong zu spielen. Von daher Respekt allen Beteiligten.


Natürlich dient die Neuronen-Hexerei der wissenschaftlichen Erforschung hirnorganischer Prozesse. Wobei – ich bin mir nicht sicher, ob pure, unverfälschte Gripsmasse die Menschheit irgendwann mal entscheidend vorangebracht hätte. Meist waren da Sex, Drogen, Verdauungsprobleme oder Hormonüberschuß mit im Spiel.
Aber bei dem ganzen Bohei um künstliche Intelligenz, die Minibrains eröffnen spannende Möglichkeiten. Nimm Gustav Meyrinks „Golem“ oder das Leidener Männlein von Walther Moers, vielleicht wäre das zukunftsweisend. Helferlein ala Minions sind ja schon seit uralter Zeit eine Menschheitsfantasie. Denk nur an all die Sagen über Wichtel und Heinzelmännchen.
Klar gibts Menschen, bei denen jede neue App eine Climax hervorruft, und die Algorithmen entscheiden lassen, wer unter ihre Bettdecke schlüpfen darf.
Aber genau betrachtet wären viele Leut wahrscheinlich damit zufrieden, störungsfrei kommunizieren zu können (ohne dass ein Scheißakku querschießt), wenn jemand ihnen die Wäsche machte und die Wohnung ordentlich rausfeudelt. DAS würde das Leben – und das Gewissen – erleichtern. Und danach zur Entspannung gemeinsam eine Runde Pong.

Vom Blick weit in die Zukunft mal aprupt herangezoomt:

Im April wird mein neuer Roman erscheinen:

Demnächst werd ich mehr davon berichten. Bis dato nur soviel: Ich lehn mich aus dem Fenster und behaupte, der oder die geneigte Leser*in wird höllisches Vergnügen daran haben, zumindest war das Schreiben ein maximaler Spaß. Und zum laut Weitersagen (Achtung Werbung): „Vorbestellen kann man das Buch bereits!“
Mein Dank gilt dabei dem Emons Verlag, der „dem Krause“ die Möglichkeit gegeben hat einen vogelwilden, gegen den Strich gebürsteten Roman wie „ein abgezockter Sauhund“ unter die Leute zu bringen, und mir Vertrauen schenkt. Nix, was selbstverständlich ist, in schrägen Zeiten, in denen alles Kulturelle am Stock geht.


Womit ich beinahe in der Gegenwart angekommen bin:
Was mich tierisch gefreut hat, war die positive Resonanz und Vibrations der Leut, die sich an meinen Büchern begeistern, und ich wünsch Allen und jedem Wesen von Herzen, dass es im neuen Jahr den Oxytocinspiegel hoch halten kann – kuscheln halt. Bester Vorsatz ever. Weil – letzten Endes ist etwas Lebendiges allerweil prickelnder als eine App, egal wieviel das Hirnstüberl hergibt…

Über Roland Krause

Autor aus München, Geschichtenerzähler Romane: "Der Sandner und die Ringgeister" Piper Verlag 2011 "Fuchsteufelswild" Piper Verlag 2012 "Der Tod kann warten" Piper Verlag 2013 "Hurenballade - Stories" 2016 Balaena Verlag 2016 "Ardan und die Schrecken des raunenden Waldes" Fantasy-Hörbuch 2020 "Ein abgezockter Sauhund" Emons Verlag 2020 "Garmischer Mordstage" Emons Verlag 2022
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